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plsdontcry.de

Ein Homelab auf einem ausrangierten Büro‑PC. Für mich gebaut — der Rest ist reingewachsen.

Der Name? Ein ehrliches Stoßgebet Richtung Hardware.

Das Projekt

Was hier läuft

Ein Fujitsu Esprimo (i5-6500, 32 GB RAM), der eigentlich in Rente gehört, betreibt unter Proxmox VE ein halbes Rechenzentrum im Wohnzimmermaßstab: alles als schlanke Container, zwei alte Festplatten als gespiegeltes NAS, und ein kleiner VPS als Brücke ins Internet — weil es zuhause (DS-Lite) keine öffentliche IPv4 gibt.

Das eigentliche Hobby ist aber nicht der Betrieb, sondern die Dokumentation: Jede Instanz hat ein Runbook, mit dem sie sich von Null wieder aufbauen lässt — inklusive aller Fehler, als „NICHT TUN“ festgehalten.

Internet ──▶ VPS (Caddy · HTTPS) ──▶ Tailscale-Mesh ──▶ Esprimo (Proxmox ▸ LXC-Container)
Inventar

Die Dienste

dns-werbefilter

Netzwerkweites Ad- und Tracker-Blocking für alle Geräte — dank VPN-Mesh auch unterwegs auf dem Handy.

nas

Zwei 1-TB-Platten im ZFS-Mirror, Samba-Freigabe, Web-Dateibrowser — vom Handy bis Windows überall eingebunden.

passwort-tresor

Selbst gehosteter Vaultwarden. Der einzige Dienst ohne jeglichen öffentlichen Pfad — mit Absicht.

monitoring

Grafana, InfluxDB, Uptime Kuma und ntfy: Metriken, Login-Tracking und Alarme als Push aufs Handy.

git + issues

Eigene Forgejo-Instanz. Die komplette Doku als Repo, die offene Arbeit als Kanban-Board.

fernzugriff

Tailscale + Guacamole: voller Zugriff aus jedem Browser, selbst aus dem Internetcafé — mit 2FA.

wegwerf-desktop

Browser-Desktop im Container. Stoppt sich bei Inaktivität selbst und wird per Klick wieder geweckt.

Vorgeschichte

Wie es dazu kam

Proxmox ist hier nichts Neues. Über die Jahre habe ich immer wieder Server für verschiedene Zwecke aufgebaut, benutzt — und wieder eingestampft. Nicht, weil sie gescheitert wären: Sie hatten ihren Zweck erfüllt und waren für den Moment abgeschlossen. Dann kam das nächste.

Diesmal war der Plan ein anderer. Frisch abgeschlossene Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration — und das Wissen sollte auch privat arbeiten. Ein rundes System auf lange Laufzeit: eigene Dienste statt Cloud-Abos, die Gebühren und Vertrauen kosten. Ausdrücklich kein Testlauf, kein Experiment. (Ein Experiment wurde es dann trotzdem, siehe unten.) Gebaut wird, wenn die Familie schläft — nachts und im Urlaub. Das Leben neben dem Computer halt.

Geprägt hat die Architektur am Ende eine einzige Einschränkung: DS‑Lite. Keine öffentliche IPv4 zuhause — von außen ist hier grundsätzlich nichts erreichbar. Statt dagegen anzukämpfen, wurde daraus die Leitlinie: so wenig öffentliche Angriffsfläche wie möglich. Genau eine Brücke mit echter Domain und TLS, alles andere bleibt im privaten Netz. Zuerst kam der Werbefilter (Chrome hatte den Adblockern gerade den Stecker gezogen), dann das VPN-Mesh, dann der Rest — und was für den Eigenbedarf zu viel Overhead gewesen wäre, wurde bewusst verworfen statt gebaut.

experiment.md

Der Admin ist eine KI (meistens)

Der ungewöhnlichste Teil: Große Teile von Ausbau und Betrieb übernimmt eine KI (Claude) — als eigener Nutzer mit eigenem Schlüssel, nicht als root. Jeder Login und jedes sudo landet im Audit-Log und als Push auf meinem Handy. Die offene Frage des Experiments: Wie weit kommt das Projekt, ohne dass ich selbst eingreife?

identität
Eigenes Konto überall — jede Aktion ist zurechenbar, nichts läuft anonym als root.
kill-switch
Ein Konto deaktivieren, und der gesamte KI-Zugang ist aus. Ohne eigene Passwörter anzufassen.
human-gates
Irreversibles und öffentlich Sichtbares passiert nur mit Bestätigung.
offenes ende
Das Issue-Board dokumentiert live, wie weit die Autonomie trägt — und wo sie an mir hängen bleibt.
Reinschauen

Live-Demos (read-only)

Standardmäßig ist hier alles zu — Gast-Konten werden bei Bedarf freigeschaltet und laufen automatisch wieder ab. Wer reinschauen will: kurz Bescheid sagen an gast@plsdontcry.de.

Ehrliche Zahlen

Kleines Blech, viel Betrieb

~13 WIdle-Verbrauch, gemessen
6LXC-Container
2×1 TBZFS-Mirror, gebraucht
11Rebuild-Runbooks
~30 hversenkt, laut Git-Log
2menschliche Eingriffe — Zähler läuft